„ Jede Gesellschaft kann auf Dauer nur so intelligent, leistungsfähig und erfolgreich sein wie die Menschen, aus denen sie besteht. Es kommt deshalb darauf an, immer wieder Bedingungen zu schaffen, die es erlauben, alle in ihr vorhandenen Fähigkeiten und Talente voll zu entfalten und auszuschöpfen.“

Alfred Herrhausen

Diese Aussage Alfred Herrhausens ist als Grundaussage der sonderpädagogischen Arbeit der
Alfred-Herrhausen-Schule zu verstehen. Alle Schülerinnen und Schüler dieser Schule haben zahlreiche Fähigkeiten und Talente. Um diese voll entfalten zu können, benötigen sie ein annehmendes Klima und optimale
Bedingungen.
Im Rahmen der Namensgebung der Schule im Dezember 1999 hat sich das Kollegium der Alfred-Herrhausen-Schule einstimmig dazu entschlossen, diese Aussage, die nach wie vor uneingeschränkte Gültigkeit hat, zum Leitsatz der täglichen sonderpädagogischen Arbeit zu bestimmen.

Seit der Überarbeitung des letzten Schulprogramms im Jahr 2012 konnten die gesetzten Ziele und formulierten Perspektiven weitgehend realisiert werden.

 

Die Alfred-Herrhausen-Schule wurde 1972 als Sonderschule für Lernbehinderte in Düsseldorf Garath eröffnet. Im Jahr 2001 folgte eine Förderschwerpunkterweiterung, so dass der offizielle Schultitel lautete: Städtische Sonderschule für Lernbehinderte und Erziehungshilfe im organisatorischen und personellen Verbund (Schule der Primar- und Sekundarstufe I).
Seit Beginn des Schuljahres 2004/2005 wird sie als „Offene Ganztagsschule“ geführt.
Zum 01.08.2015 ergaben sich auf Grund des Ratsbeschlusses der Stadt Düsseldorf  vom 10.03.2015 gravierende Änderungen. Die Alfred-Herrhausen-Schule wurde Hauptstandort und erhielt zwei zusätzliche Teilstandorte:

 

Die Förderung der Gesamtschülerschaft erfolgt an sieben Standorten in Düsseldorf:

 

Die Alfred-Herrhausen-Schule liegt im Stadtteil Garath im Düsseldorfer Süden. Der Stadtteil entstand in seiner jetzigen Form zwischen 1960 und 1970 und weist eine Historie auf, die bis in das 14. Jahrhundert reicht. Im Rahmen der Urbanisierung entstanden in kurzer Zeit auf kleiner Fläche zahlreiche Mietwohnungen und wenig Eigenheime. So wohnen auf 3,6 Quadratkilometern fast 20.000 Menschen. Dies entspricht einer Durchschnittszahl von 5.265 Einwohnern pro Quadratkilometer. Das Stadtbild ist von vielen Betonflächen, rot geklinkerten Gebäuden und einer mehrstöckigen Bauweise geprägt. Das große Mietangebot, die niedrigen Preise und der soziale Wohnungsbau bestimmten die Bevölkerung des Stadtteils. Ein hoher Ausländeranteil, seit drei Jahren eine verstärkte Ansammlung von sog. „Russlanddeutschen“, vermehrt Sozialhilfeempfänger und die wenig anheimelnde Bauweise führten dazu, dass der Stadtteil über die Grenzen Düsseldorfs hinweg negativ bekannt wurde. Von Seiten der Stadtverwaltung, der Kirchen und der Jugendhilfeträger wird viel investiert, um einer Ghettoisierung entgegen zu wirken.

 

Die Alfred-Herrhausen-Schule wird im Schuljahr 2015/2016 von 354 Schülern besucht. Die Schüler kommen vorwiegend aus den Stadtteilen Garath, Hellerhof, Benrath, Holthausen, Urdenbach, Reisholz, Hassels, Wersten, Itter, Vennhausen und Holthausen sowie aus Monheim. Alle Schüler haben ein Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs durchlaufen. Sie haben aufgrund sozialer, organischer, kultureller, kommunikativer und/oder psychischer Bedingungen einen erschwerten Zugang zum Lernen, Verhalten und Leben und weisen einen Förderbedarf auf.